Mit Bibel, Grundgesetz und Taschenrechner – das Abitur am FAG hat begonnen
Seit heute hängen sie wieder, die Glückwünsch-Plakate in allen denkbaren Formaten und Stilrichtungen, die den ersten Tag der schriftlichen Prüfungen am FAG einleiten: „Dein Spiel, dein Ziel!“, „Auf zum Endspurt“ oder „Stark bleiben bis zum Abschluss!“, steht darauf. Diese Glückwünsche gelten 70 Abiturienten des Friedrich-Abel-Gymnasiums, von denen heute Morgen 69 junge Frauen und Männer angetreten sind, ein Prüfling ist erkrankt.
Das Abitur ist der Höhepunkt eines gymnasialen Schullebens, entsprechend aufgeregt und auch eingeschüchtert wirkte der eine oder andere Proband, der die Stadthalle betrat und – ausgerüstet mit reichlich Vesper, Getränken und Schreibutensilien – seinen Platz suchte. Aber auch für die Lehrkräfte ist es ein aufregender Tag: Hat man an alles gedacht? Kommt ein Thema dran, das den Schülerinnen und Schülern liegt? Bewältigen es die Schützlinge in der vorgegebenen Zeit?
Heute waren die Fächer NWT, Geschichte, Kunst, Religion und Wirtschaft an der Reihe und auf Grund der verschiedenen Prüfungsfächer an einem Termin wird dieser Tag vom stellvertretenden Schulleiter Herrn Rainer Geppert gerne als „Tutti frutti - Abitur“ bezeichnet. An diesem Termin finden die meisten Prüfungen statt, nämlich die zum dritten Leistungskurs. Jeder Prüfling muss drei schriftliche Reifeprüfungen ablegen, von außen mitunter an den Utensilien erkennbar: Bibeln für Religion, Taschenrechner für NWT oder Wirtschaft, bei letzterem Fach wird außerdem auch das Grundgesetz zur Unterstützung genommen. Allen gemeinsam ist die Bearbeitungszeit von 270 Minuten pro Prüfung. Die nächsten schriftlichen Prüfungen – Biologie, Physik und Chemie – werden in den kommenden Tagen am FAG stattfinden, mit deutlich weniger Probanden. Den Abschluss bilden in diesem Jahr neben Mathematik die Sprachen: Deutsch, Englisch und Französisch.
Um 13.30 war Runde eins im Prüfungsmarathon zu Ende und größtenteils blickte man in erleichterte Gesichter, freute sich am regen Austausch der Abiturienten und schloss sich innerlich den Wünschen auf den Plakaten an.








