275. Geburtstag von Friedrich Abel - das FAG feiert seinen Namensgeber
mst. Der eine oder andere, der am vergangenen Freitag zufällig am Friedrich-Abel-Gymnasium vorbeilief, mag seinen Augen kaum getraut haben: Da flanierten Schüler in noblen Samtröcken aus dem 18. Jahrhundert herum, trugen weiße Perücken und wedelten mit Schnupftüchern. Zwei Wächter zogen sogar einen mit Seilen gefesselten, unglücklich wirkenden jungen Mann hinter sich her – was war da bloß los? Es war ein Fest der besonderen Art, das die Schulgemeinschaft des Friedrich-Abel-Gymnasiums an diesem Freitag, dem 8. Mai beging, denn es wurde der 275. Geburtstag von Jakob Friedrich von Abel gefeiert. Und dafür hatten sich Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte allerhand einfallen lassen. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Schulleiter Herrn Stephan Damp folgten die Grußworte des Oberbürgermeisters Herrn Uwe Skrzypek-Muth, der die besondere Tradition der Schule hervorhob und die bedeutende Rolle Friedrich Abels als Lehrer unterstrich. Außerdem erinnerte er an Friedrich Schiller als bedeutsamen Schüler des Vaihinger Lateinlehrers und hob das Schicksal des „Sonnenwirtle“ – in der Gegend bestens bekannt als der historische Johann Friedrich Schwan – hervor.Als Herr Rainer Geppert – stellvertretener Schulleiter des FAG – gerade mit seinem Lob auf den vorbildhaften Lehrer Friedrich Abel beginnen wollte, betrat dieser höchstpersönlich die Bühne und führte außerdem das unglückliche „Sonnenwirtle“ samt Gefolge mit sich, selbst sein bedeutender Schüler Friedrich von Schiller hatte sich dem Zug angeschlossen.
Die Moderatoren Rainer Geppert und Gaby Mandl-Steurer kamen mit dem Verbeugen vor den Hoheiten nicht mehr hinterher und letztlich wurde Abel mit einem Geburtstagsständchen und zwei weiteren Liedern – dargeboten vom Unterstufenorchester unter der Leitung von Frau Canzler – gebührend gratuliert.
Nachdem sich Friedrich Abel samt Gefolge huldvoll unter das Volk mischte, veranstaltete die SMV ein Quiz im Stil der Fernsehsendung „1, 2 oder 3“, bei der sich die Schülerinnen und Schüler zur Beantwortung von Fragen, die Friedrich Abel und seine Zeit zum Inhalt hatten, auf entsprechend gekennzeichneten Feldern im Schulhof positionieren mussten. Der Schwierigkeitsgrad stieg mit jeder Frage, ebenso die Begeisterung bei den Schülern.
Auch die Fotostation, bei der sich die Gäste im Stil Abels und seiner Zeit verkleideten, bereitete allen großen Spaß, selbst Herr Hans Sinnl, ehemaliger Schulleiter des FAG, konnte nicht widerstehen und ließ sich mit Bilderrahmen ablichten.
Das „It-Piece“ des Tages aber waren die Buttons mit der Silhouette Abels in vielen Farben, die die Schülerinnen und Schüler an einer eigens dafür eingerichteten Station selbst herstellen konnten. Die Slogans dazu, beispielsweise „Abel to party“, „Abel to shine“ oder „Abel to grow“, wurden von der Debating-AG beigesteuert. Als weitere Attraktion galt die Schreibstation, bei der sich geduldige Gäste mit Federkiel und entsprechenden Utensilien in den Schreibtechniken des 18. Jahrhunderts üben konnten. Außerdem konnten an weiteren Stationen Perlen gefädelt und Spiele gespielt werden – die Unterhaltung am Fest war vielfältig.
Kulinarisch sorgten die Schüler mit selbst gebackenen Waffeln, Muffins und mit einem eigenen Geburtstagskuchen für den Namenspatron samt Konterfei für Begeisterung. Das Fest zu Ehren Friedrich Abels hat gezeigt, was das FAG ausmacht: Gemeinsames Engagement und Kreativität, Zusammenarbeit und Zusammenhalt, gemeinsame Ziele und ein lebendiges Miteinander.








