Das schriftliche Abitur beginnt immer mit ………

Abitur-Plakate

Das schriftliche Abitur beginnt immer mit ………..

Nach zwei Jahren Pandemie ein fast normales schriftliches Abitur am FAG

ItalienischabiturSeit Menschengedenken und für Generationen von Abiturienten begann das schriftliche Abitur mit dem Fach Deutsch. Das hatte seine guten Gründe: alle Schüler und Schülerinnen begannen die Reifeprüfung gemeinsam, psychologisch diente der Tag zur Nervenberuhigung, denn jeder Abiturient konnte etwas zu Papier bringen, und die Deutschlehrer hatten die meisten Tage für ihre Korrekturen. Vor lauter Pandemie ist es da in den letzten zwei Jahren gar nicht richtig aufgefallen, dass auch bezüglich des Abiturs die Welt in Baden-Württemberg nicht mehr so ist, wie sie war. Am Montag nach den Osterferien begann das diesjährige Abitur mit Italienisch und mit nur sechs Schülerinnen und Schülern. Nichts von den Gefühlen der früheren Jahre: wir sind der Abi-Jahrgang 2022, wir sind alle zusammen, wir rocken das!
Es mutete eher wie eine normale Klassenarbeit an, nur dass der Musiksaal (Foto) viel zu groß war und natürlich die üblichen Abitur-Regeln galten: Aufsicht, Toilettengang und eine ganz feste Abgabezeit um 13.30h.

Kraftraum78 Schülerinnen und Schüler nahmen dieses Jahr am schriftlichen Abitur des FAGs teil. Eine Schülerin konnte nicht antreten: Corona. Heute endete nun das Abitur mit dem Fach Französisch.

Auf Anregung von Eltern gab es zum ersten Mal einen „Kraftraum für Abiturienten“, in dem die Prüflinge vor und nach den Prüfungen zur Ruhe kommen konnten. Die Fachschaft Religion hatte den Raum liebevoll gestaltet: ein gemütliches Ambiente, spirituelle Impulse und Traubenzucker.

MatheabiturNeben dem Start mit Italienisch ist seit zwei Jahren auch neu, dass die Abiturienten nur noch drei Klausuren schreiben, jeweils in ihren fünf-stündigen Fächern. So gab es jetzt Abiturienten, die keine schriftliche Prüfung in Deutsch oder Mathematik ablegen mussten, vor ein paar Jahren noch undenkbar. Nur an zwei Tagen fand das Abitur wegen der Größe der Gruppe in der Stadthalle statt: der sogenannten Tutti-Frutti-Tag (Bildende Kunst, Gemeinschaftskunde, Geografie, Geschichte, NwT, Sport und Wirtschaft) hatte mit 58 Abiturienten die meisten „Teilnehmer“, gefolgt von Mathematik mit 43 (Foto).

Normal war an diesem Abitur, dass auf Tests und Masken verzichtet wurde. Letzte Zugeständnisse an die Corona-Situation waren lediglich die Verlängerung der Arbeitszeit um 30 Minuten in allen Fächern und die Möglichkeit für die Fachlehrer, Aufgaben auszuwählen. Ein freiwilliges Ausweichen auf den Nachtermin - wie in den letzten zwei Jahren - war nicht mehr möglich. Die Schüler und Schülerinnen sind nun - wie jedes Jahr - überglücklich, dass „es“ vorbei ist. Ab heute Abend werden sie in verschiedenen Gruppen ohne Lehrerbegleitung auf „Studienfahrt“ nach Kroatien, Italien, Paris oder zum Wandern auf die Schwäbische Alb gehen. Die eigentliche Abi-Fahrt führt im Juli nach dem mündlichen Abitur nach Lloret de Mar in Spanien.

Wie schön, dass diese Fahrten wieder möglich sind! Gute Reise.

Pädagogischer Tag am FAG

Pädagogischer Tag am FAG

 

Die Krise als Chance

Pädagogischer Tag am FAG

 

Vor einer Woche hat an den Schulen in Baden-Württemberg die langersehnte „Rückführung in den Normalbetrieb“ begonnen, keine Nachweise und keine Tests mehr, die Maskenpflicht ist aufgehoben, aber weiterhin empfohlen. Zwar tragen fast alle Schüler und Schülerinnen noch Maske, doch das wird in Anbetracht des Wegfalls der anderen Maßnahmen nicht mehr als schlimm empfunden. „Daran haben wir uns jetzt schon gewöhnt“, kommentiert Daniel aus Klasse 8.

 

Da schien es allen Teilnehmern des pädagogischen Tages am Dienstag vor den Osterferien genau der richtige Zeitpunkt, um gemeinsam mit Eltern und Schülern und Schülerinnen auf die Zeit der Pandemie zurückzuschauen und auch einen Ausblick in die kommende Zeit zu wagen.

 

Unter den Leitfragen: „Wie habe ich die Zeit der Pandemie erlebt? Wovon habe ich profitiert? Was hat mir in dieser Zeit geholfen?  Was macht mir aktuell zu schaffen?“ trafen sich vormittags Eltern, Schüler und Lehrer in getrennten Gruppen. Begleitet wurden sie jeweils von einem Fachberater Schulentwicklung, die das FAG für diesen Tag von außen eingeladen hatte. Die Ergebnisse der jeweiligen Gruppen wurden bei schönstem Frühlingswetter unter dem Zeltdach präsentiert.

 

Eltern sprachen über ihre Mehrbelastung, den schnellen Erwerb von technischen Skills von Eltern und Schülern durch den Online-Unterricht und ihre Sorgen, ob ihre Kinder, besonders wenn sie aus den unteren Klassen kommen, Wissenslücken angehäuft haben.

Von den Schülerinnen und Schülern wünscht sich niemand den täglichen Online-Unterricht zurück, aber sie erinnern sich gerne daran, dass sie damals ihre Zeit selbst einteilen konnten und dass sie durch den Ausfall der Klassenarbeiten mehr Zeit für sich hatten. Bei aller Freude über die Rückkehr zur Normalität fallen den Schülerinnen und Schülern die vielen Klassenarbeiten und deren Vorbereitung am schwersten.

Den Lehrerinnen und Lehrern bleibt aus dieser Zeit die gute Zusammenarbeit mit Kollegen, die Hilfestellungen in technischen Fragen und der Austausch von Materialien in guter Erinnerung. Aber auch der Zuwachs an individuellen Förderungsmöglichkeiten, der durch die vielen technischen Wege entsteht, die jetzt alle am Schulleben Beteiligten gleichmäßig benützen, bleibt für alle ein Gewinn.

 

Am Nachmittag arbeiteten die Lehrerinnen und Lehrer dann an einzelnen Themen weiter, die sich am Vormittag als zentrale Punkte herausgestellt hatten. So ging es etwa darum, wie man aus den Einzelkämpfer-Schülern in Klasse 5 und 6 gute Klassengemeinschaften macht oder wie man allen Schülerinnen und Schülern Raum zur nicht-schulischen Interaktion geben kann, den sie in den letzten Jahren so schmerzlich vermissen mussten.

Am 12. Mai gehen deshalb alle FAG-Schüler auf einen zusätzlichen Exkursionstag. Natürlich müssen auch Wissenslücken geschlossen werden, was im Rahmen der Förderaktion „Lernen mit Rückenwind“ des Kultusministeriums am FAG schon in vielen mittäglichen Fachsprechstunden passiert.

 

Das Wetter hat es gut gemeint mit diesem Tag, fast alle Besprechungen konnten draußen stattfinden. Überall war eine Aufbruchstimmung zu merken: Jetzt haben wir es zusammen so weit geschafft, jetzt schaffen wir den Schlussspurt der Pandemie auch noch! In den nächsten Wochen werden sich Gruppen bilden, die vielen guten Ideen auch in die Tat umsetzen.

Japanisch-Unterricht in der MLC

Japanisch-Unterricht in der MLC

Unter einem fast verblühten japanischen Kirschbaum

Japanisch-Unterricht in der MLC

 

Was ist das für eine Gruppe und warum hält sie I-Pads in der Hand? Und noch wichtiger:

Was steht da eigentlich drauf? Jeder erkennt die japanische Flagge. Auf den I-Pads steht „Japanisch“, aber natürlich in Japanisch. Seit Februar lernen die Schülerinnen und Schüler der MLC, der Sprachen-Begabten-AG Multi Language Class am FAG, die Grundzüge der

japanischen Sprache. Ihre Lehrerin ist Sarae Furuya, eine ehemalige Mutter am FAG, die das Japanisch-Modul nun schon zum zweiten Mal unterrichtet.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden für die MLC in Klasse 7 ausgewählt.

Jedes Schuljahr ist in vier Module eingeteilt. Im ersten Modul haben sich die MLC-ler dieses Jahr mit deutschen Dialekten beschäftigt. Am Ende der Einheit gab es ein kleines Fest, leider ohne Eltern, bei dem die Teilnehmer ihre Dialekt-Projekte vorstellten. Besonders beeindruckend war eine Präsentation über den Siegerländer Dialekt, den Laura Treptow wissenschaftlich genau zwischen den einzelnen Dialektfamilien einordnete und mit zahlreichen Beispielen aus ihrer Familie veranschaulichte. Das Siegerländer -r- beherrscht sie perfekt.

Im zweiten Modul kommen traditionell die zweiten Fremdsprachen Latein und Französisch zum Zuge. Letztes Schuljahr gab es den Wunsch der Schüler und Schülerinnen, die jeweils andere Sprache in bisschen zu lernen. Alle hatten daran viel Spaß. Dieses Jahr hatte Französisch sich etwas Besonderes ausgedacht: Ausgehend von dem Musikvideo À nos héros du quotidien des französischen Sängers Soprano drehten die Schüler und Schülerinnen Clips über ihre Alltagshelden in vier Sprachen. Da ging es etwa um Müllmänner, Krankenschwestern, die Eltern oder Schriftstellerinnen. Die lateinische Geschichte ging um den kleinen Asterix, der durch sein mutiges Vorbild einem Mobbing-Opfer in der Schule Kraft gegeben hat. Das Filmen war nicht einfach, weil die Gruppenzusammenstellungen wegen der Kohortenpflicht immer wieder umgestellt werden mussten. Doch termingerecht war der Film fertig, denn die MLC nimmt mit diesem Beitrag am Bundeswettbewerb Sprachen teil.

Das dritte Modul ist immer das sogenannte „Bonbon-Modul“, eine unbekannte Sprache.

Letztes Jahr gab es Chinesisch, davor auch Griechisch und Türkisch. Und dieses Jahr nun eben Japanisch. Auch hier galt Kohortenpflicht und jede Klassenstufe wurde deshalb in einem eigenen Zimmer unterrichtet. Aber Frau Furuya arbeitet mit modernen Methoden und so lernten die Schüler eben auf dem I-Pad die japanische Aussprache, erste Zeichen und natürlich viel über die japanische Kultur.

Für Frau Furuya war erstaunlich, wie konzentriert die Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind. Sie gibt auch sonst Japanisch-Unterricht, aber sie findet diese Gruppe besonders motiviert. Am Donnerstag war schon die letzte Sitzung, diesmal ganz ohne Beschränkungen. Sprachen lernen ist mit Masken wirklich schwierig.

In einem letzten Modul geht es dann um Englisch. Und ein Ausflug ins Lindenmuseum steht auch noch auf dem Programm.

Die Leidenschaft für Sprachen oder eine bestimmte Sprache entwickelt sich meist aus einem biographischen Zufall: ein Austausch nach England, ein Freund im Urlaub oder Auslandjahr, eine Reise oder Ausstellung. Deshalb ist es das Ziel der MLC, viele Gelegenheiten zur Begegnung mit Sprachen zu schaffen.

Simon Gruschwitz wieder erfolgreich bei der „Mathematik-Olympiade“

Foto: Preisübergabe an Simon durch seinen stolzen Mathematiklehrer Björn Maier

Simon Gruschwitz wieder erfolgreich bei der „Mathematik-Olympiade“

 

Schon zum fünften Mal hat Simon Gruschwitz aus Klasse 9a erfolgreich an der „Mathematik Olympiade“ teilgenommen. Hierbei handelt es sich um einen bundesweiten Wettbewerb. Seine Ursprünge gehen auf die 1962 in der DDR begründeten „Olympiade junger Mathematiker“ zurück. Damals nahmen überwiegend Schüler und Schülerinnen von Spezialschulen an diesem Wettbewerb teil. Heute findet der Wettbewerb in allen Bundesländern statt, aber nicht in allen Ländern beginnt der Wettbewerb mit der 1. Runde. „Das ist schade“, findet Simon, „denn diese erste Runde findet an den Schulen statt. Sicher würden aus Baden-Württemberg auf diesem Wege viel mehr gute Schüler teilnehmen.“ Alle weiteren Runden finden auf Empfehlung von Lehrern oder auf eigene Initiative an anderen Schulen statt. In den letzten zwei Jahre waren natürlich alle Prüfungen und Seminare online.

Letztes Jahr hatte Simon mit der vierten Runde das Bundesfinale der besten Mathematik-schüler und -schülerinnen in Deutschland erreicht und war sogar mit einem 2. Platze der beste Mathematikerschüler aus Baden-Württemberg.

Dieses Jahr erreichte Simon in der dritten Runde einen dritten Preis. Er sei nicht traurig, kommentiert er die Platzierung, der Leistungsanstieg sei in Klasse 9 enorm und ein bisschen Glück gehöre eben auch dazu, unter Zeitdruck zu einer schnellen guten Lösung zu kommen. Und ganz bescheiden fügt er hinzu: „es gibt eben auch viele andere gute Mathematikschüler und -schülerinnen.“ 

Wenn man das youtube-Video der Online-Preisverleihung der Bundesrunde 2021 verfolgt, sieht man, dass immer noch fast die Hälfte der Bundes-Preisträger aus den neuen Bundesländern und Berlin kommen und nur sehr wenige aus Baden-Württemberg. Im Osten scheint dieser Wettbewerb immer noch Tradition zu sein. Vielleicht liest jetzt jemand beim Kultusministerium diesen Artikel und nimmt Simons Anregung auf, in Baden-Württemberg auch eine erste Runde an den Schulen zu begründen.

Natürlich startet Simon nächstes Jahr wieder bei der „Mathematik Olympiade“, dann eben mit den Aufgaben für Klasse 10.

Bis dahin nimmt er weiterhin am bundesweiten Förderprogramm „Jugend trainert

Mathematik“ teil, das Talente mit Unterlagen und Seminaren auf große Wettbewerbe vorbereitet.

 

Weiterhin viel Erfolg und herzlichen Glückwunsch, Simon!

 

Foto: Preisübergabe an Simon durch seinen stolzen Mathematiklehrer Björn Maier

 

Wenn man die Freiheit der deutschen Schule vermisst

Orleon 2022

Philippa Kiesel aus Klasse 9d berichtet von ihrem 3-monatigen Austausch in Frankreich mit dem Brigitte Sauzay-Programm

Seit dem 26. Februar, also seit 5 Wochen, bin ich nun schon in Ouzouer-sur-Loire in Frankreich. Anfangs hatte ich Probleme mit dem Verständnis, da die Leute hier sehr schnell und undeutlich reden. Doch ich habe mich gut angepasst und an das Leben in Frankreich gewöhnt.


Ich gehe hier auf das Collège Geneviève de Gaulle-Anthonioz in Les Bordes. Das Schulleben ist anders als in Deutschland. Jeden Morgen nimmt man den Schulbus, der einen direkt zur Schule bringt. Um die Schule betreten zu können, muss man sein „Carnet“, ein Heft zur Vermittlung zwischen Schule und Eltern, vorzeigen, um zu beweisen, dass man auf dieser Schule ist. Wenn alle Schüler das Gelände betreten haben, werden die zwei Tore geschlossen, sodass niemand mehr hinein oder hinaus gehen kann.

Als Schüler kann man die Schule erst nach dem Unterrichtsschluss verlassen, es sei denn, man hat z.B. einen Arzttermin oder man ist krank. Auf dem Carnet wählen die Eltern auch mit Farben aus, wann das Kind die Schule betreten und verlassen darf:

Grün bedeutet, dass das Kind nur zur Zeit des Unterrichts in der Schule sein muss, also wenn die ersten oder letzten Stunden entfallen, darf es selbstständig später kommen oder früher gehen.

Gelb bedeutet, dass das Kind vom Schulbeginn um 8.30 Uhr bis zum Schulschluss um 17.05 Uhr in der Schule sein muss, aber selbstständig kommen und gehen darf.

Rot bedeutet, dass das Kind von 8.30 bis 17.05 Uhr in der Schule sein muss und von den Eltern abgeholt werden muss.

Eine Unterrichtsstunde dauert 55 Minuten und es wird durchgehend in Stille gearbeitet. Hier haben die Schüler deutlich weniger Freiheit als in Deutschland, die Toiletten sind während des Unterrichts abgeschlossen, sodass man nur in den Pausen auf die Toilette gehen kann. Auch in der Mittagspause kann man nicht einfach das Schulgelände verlassen und etwas Essen gehen, sondern man isst an zugeteilten Tischen in der Kantine.


Nach dem Essen hat man noch kurz Pause und dann hat man noch 3 Stunden Schule und kann danach den Bus nach Hause nehmen. Gegen 17.45 Uhr kommen wir dann meistens bei meiner Austauschpartnerin Lucie an. Wir machen danach unsere Hausaufgaben. Ich mache sowohl die Aufgaben, die ich aus Deutschland geschickt bekomme, als auch ein paar aus dem Collège hier. Z.B. im Mathe-, Englisch- und Deutschunterricht kann ich auch mitmachen und somit mache ich auch die Hausaufgaben. Lucie arbeitet sehr viel für die Schule, da sie viele Aufgaben bekommt und auch viel davon benotet wird. In Frankreich isst man erst zwischen 20.30 und 21.30 Uhr zu Abend und danach lernt Lucie meistens noch auf Arbeiten. In der restlichen Zeit, in der ich nichts zu tun habe, telefoniere ich oft mit meiner Familie oder Freunden in Deutschland.

So sieht unter der Woche jeder Tag aus, außer mittwochs, denn da haben wir schon um 12.30 Schulschluss. Mittwochnachmittag unternehmen wir immer etwas mit Freunden. Z.B. gehen wir oft nach Dampierre-en-Burly, wo es einen Skatepark gibt. Dort treffen wir dann Freunde aus der Schule und verbringen den Nachmittag dort. Einmal waren wir auch mit einer Freundin in Gien auf der „Fête Foraine“, einem Jahrmarkt.


Am Wochenende waren wir schon zweimal in Orléans, wo wir sowohl in verschiedenen Geschäften waren als auch die schönen Gebäude angeschaut haben. Denn Orléans hat einen Teil, der Paris sehr ähnelt, und einen Teil, in dem die Häuser aussehen wie im Elsass. Orléans gefällt mir sehr. Am 9.4. werden wir nach Paris gehen, worauf ich mich auch sehr freue.
An den anderen Wochenenden haben wir einmal die Eltern meines Gastvaters und einmal die Familie meiner Gastmutter besucht. Sonst machen wir auch oft etwas mit Freunden. Da die Eltern meiner Austauschpartnerin getrennt sind, wechseln wir jeden Montag nach der Schule das Haus, sodass es auch an jedem Wochenende anderes Programm gibt. Lucie hat zwei Brüder. Der Größere, Martin, bleibt immer bei dem Vater, aber der Jüngere, Justin, wechselt immer mit uns. Sie hat auch noch eine große Schwester, Eva, sie ist 19 Jahre alt und studiert in Nancy.


Ich vermisse die Freiheit in Deutschland und fühle mich in der Schule auch etwas beobachtet, da immer und überall Aufsichten sind. Aber das Essen in Frankreich ist sehr lecker. Man isst immer eine Vorspeise, einen Hauptgang und einen Nachtisch und dazu noch Baguette. Dies werde ich, wenn ich wieder zurückgehe, vermissen, genauso wie die Freunde, die ich hier gefunden habe. Am 24. April fahre ich wieder zurück. Ich freue mich auf zuhause, aber ich denke, dass mir der Abschied trotzdem schwerfallen wird.

Foto: Philippa (Mitte) mit ihrer Freundin Jade und Ihrer Gastschwester Lucie (r.) in Orléans

Friedenskette als Zeichen der Unterstützung

Friedenskette

2100 Schüler setzen starke Zeichen für den Frieden

Vaihinger Friedrich-Abel-Gymnasium initiiert Menschenkette durch die Kernstadt. Religionslehrer:
„Das Engagement der Schüler war umwerfend.“ Schülersprecher: „Krieg ist niemals die Lösung.“

Friedenskette

Von Sabine Rücker

Luftballons bei FriedensketteVAIHINGEN. „Zieht einfach“, „Ihr müsst laufen“, rufen Schüler, die gestern Mittag in der Menschenkette für den Frieden stehen. Doch es reicht nicht ganz – auf dem Radweg beim Friedrich-Abel-Gymnasium klafft ein Loch in der eigentlich 3,2 Kilometer langen Friedenskette in Vaihingen, die von rund 1400 Schülern gestern gebildet wird.
Das tut dem beeindruckenden Anblick aber keinen Abbruch und auch dem starken Symbol, das die Schulen so geschaffen haben. „Unsere Kette ist ein Symbol für den Frieden, der im Augenblick der Ukraine fehlt, aber auch anderen Staaten auf der Welt“, sagt Religionslehrer und Schulseelsorger Dr. Martin Neher zuvor auf dem FAGSchulhof zur Schülerschaft.
Neher war der Impulsgeber für die Friedenskette.
Es sei zu Beginn der Faschingsferien gewesen, als er nicht gewusst habe, „wie wir das Leid in der Ukraine in der Schulgemeinschaft gut auffangen können“, sagt Neher. Daraufhin habe er E-Mails an die Kollegen geschrieben und noch in den Ferien sehr viele Ideen als Rückmeldung erhalten.
In der ersten Schulwoche sei das Thema dann gemeinsam besprochen worden. „Es war für alle Lehrer ein großes Thema und Anliegen, das mit den Schülern gut in altersgerechter Form zu kommunizieren.“
Ergebnis sei dann der Schwenk gewesen vom Krieg zum Frieden, dass man Gemeinschaft von innen heraus stärke und damit für ein gewisses Rüstzeug für jeden einzelnen sorge, aber auch ein politisches Signal setze. Ist das bei den Schülern gut angekommen?
„Ich glaube ganz arg“, sagt Neher. Von ihnen sei so viel an Engagement gekommen, „das war umwerfend“.

Ballons mit Friedenswünschen„Die Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die Situation der Menschen dort stehen aktuell im Fokus der Öffentlichkeit und machen unsere Schülerinnen und Schüler und auch uns Erwachsene sehr betroffen. Ängste, Fragen und der Wunsch, irgendwie zu helfen, stehen im Raum.“ So beschreibt Stephan Damp, Schulleiter des
FAG, die derzeitige Lage. "Es ist uns als FAG-Schulgemeinschaft sehr wichtig, zeitnah ein Zeichen zu setzen und auf die aktuellen Ereignisse angemessen einzugehen.“


FahrradwegDeshalb habe man die Woche vom 14. bis 18. März am FAG unter das Motto „Woche für den Frieden“ gestellt. Hierbei fanden im Unterricht punktuell Unterrichtsbeitrage oder Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten statt: In einzelnen Fächern und Unterrichtsstunden wurde das Thema aufgegriffen, so Damp.
Die SMV engagiert sich mit einer Spendenaktion für die Ukraine: Die Klassen sind aufgerufen, an bestimmten Terminen bis zu den Osterferien eine Aktion durchzuführen und damit Geld zu sammeln. Ein Lehrer konnte gestern schon von 700 Euro berichten, die allein von den Klassen 5a, b und c gesammelt wurden. Bis zu den Osterferien werde es wöchentlich mindestens drei Aktionen von mindestens sechs Klassen geben, um weiter Geld zu sammeln. Die Spenden sollen an das Stuttgarter Arthausprojekt Ukraine Jetzt fließen.

Höhepunkt der Woche am FAG war die gestrige Friedenskette in Vaihingen, die vom Ordnungsamt genehmigt worden sei.
Hierzu seien alle weiterführenden Schulen in Vaihingen eingeladen worden. „Wir freuen uns, dass sich außer dem FAG auch Schülerinnen
und Schüler der Ferdinand-Steinbeis-Realschule, des Stromberg-Gymnasiums und der Waldorfschule an der Friedenskette beteiligen“, so Schulleiter Damp. Die
Ottmar-Mergenthaler-Realschule in Kleinglattbach habe aus logistischen Gründen eine solidarische Aktion auf dem Schulhof der OMRS veranstaltet, so Schulleiter Markus
Widmann. Rund 700 Schüler sind dabei.
Die Wilhelm-Feil-Schule und die Schlossbergschule aus der Kernstadt hätten gerne mitgemacht, es sei ihnen aber leider nicht möglich gewesen, berichtet der FAG-Schulleiter.
FriedenswunschBeim sogenannten „FAG Total“ im Schulhof, coronabedingt dreimal für Gruppen von Schülern, heißt es gestern in Redebeiträgen
der Schülersprecher unter anderem „Taten sprechen lauter als Worte“, wie unzählige Aktionen wie beispielsweise ein Kuchenverkauf zeigten. Von Hilfe und Empathie war die Rede, von Hoffnung und davon, dass der Frieden, in dem wir leben weder selbstverständlich, noch ewig sei, wenn wir ihn nicht verteidigen. Ein Verbindungslehrer zitiert Albus Dumbledore aus den Harry Potter-Romanen: „Obgleich wir von verschiedenen Orten kommen und eine andere Sprache sprechen, schlagen unsere Herzen gemeinsam.“

Kurz nach 12 Uhr strömen gestern schließlich die Schüler der vier an der Menschenkette teilnehmenden Schulen an ihren Platz und verbinden sich zwecks Abstandswahrung mit Schals zu einer Menschenkette. Mehrere Lehrerinnen und Lehrer des FAG koordinieren deren Zusammenschluss.
Nach dem Abzählen eines Countdowns werden pro Klasse zwei Luftballons mit Friedenswünschen in den Farben Gelb und Blau – und biologisch abbaubar – in den Himmel entlassen.


Für die Aktion in der OMRS hatten die Schüler im Vorfeld Plakate beschriftet und bemalt sowie ein großes „Peace“-Zeichen auf den Schulhof gemalt. Man setze ein Zeichen gegen Krieg in Europa und in der ganzen Welt, sagt Rektor Markus Widmann. Die OMRS sei eine Schule, die für den Frieden stehe. „Es gibt keine Alternative zum Frieden“, sagt Widmann. „Krieg ist niemals die Lösung“, betont im Anschluss Schülersprecher Ediz Can Memetali. Die Plakate werden nun im Foyer der Schule ausgestellt.

Friedenskette

THIMUN-Bericht

Teilnehmer*innen THIMUN 2022

Wenn das FAG wie jedes Jahr zu THIMUN nach „Den Haag“ reist

Wie jedes Jahr am FAG bekommen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 und 2 die Chance an der UNO Simulation „THIMUN“ mitzumachen. So wie auch letztes Jahr musste die Veranstaltung online stattfinden, was die Schülerinnen und Schüler nicht von einer erfolgreichen Woche abhielt. THIMUN (The Hague International Model United Nations) ist unter den MUN-Versammlungen mit Abstand die bekannteste und größte Veranstaltung. Die neun Delegierten des FAG vertraten dieses Jahr unser Nachbarland Österreich in acht verschiedenen Kommittees. In den Wochen vor der 5-tägigen Online-Konferenz hatten sich die Schüler/innen in mehreren Kompaktphasen mit „ihrem“ Land und den diesjährigen Themen der jeweiligen Kommittees auseinandergesetzt. Auch zuhause arbeiteten sie fleißig und ambitioniert an ihren Resolutionen und Research-Reports weiter und lernten somit die Vereinten Nationen besser kennen. Nachdem die Schüler/innen in die Rolle ihres Landes geschlüpft waren und alles vorbereitet hatten, ging es Ende Januar an die eigentliche Konferenz. Am ersten Tag lernten sich die Delegierten aus der ganzen Welt persönlich (= online) kennen und hatten die Chance etwas über ihre Kultur und ihre Hobbys zu erzählen; hier sind internationale Freundschaften geknüpft worden. Teilgenommen haben über 1000 Schüler aus 200 Schulen, so dass es an Diversität nicht gemangelt hat und verschiedene Kulturen und Hintergründe kennengelernt werden konnten. Kaum war der erste Tag vorbei, schon ging es am nächsten Tag in schicker Kleidung ans Lobbying. Auf Englisch wurden gemeinsame Lösungen zu den Themen diskutiert und zusammengetragen. Diskutiert wurde über die Situation im Jemen, mit welchen Methoden man den Ozean vor Überbeanspruchung schützen kann und auch um den Umgang mit COVID-19. Dies führte zu ausgearbeiteten Resolutionen, die am nächsten Tag debattiert wurden. Erste Reden wurden gehalten und mehrere Fragen zu den Lösungsvorschlägen gestellt. Für die letzten zwei Tage wiederholte sich das Procedere mit jeweils einem anderen Thema. Mit der Endzeremonie endete die Reise durch die Vereinten Nationen. Zwar wurde die Veranstaltung leider nicht in Präsenz gehalten, aber dennoch war es für die neun FAGler eine tolle Erfahrung, die für die Zukunft mitgenommen werden kann. Es gilt: „Lohnen tut es sicherlich mitzumachen - trotz Anstrengung!“

Wenn das T-Shirt aus Milch besteht

COACHING4FUTURE

Wenn das T-Shirt aus Milch besteht

COACHING4FUTURE berät 10. Klassen in MINT-Berufen

Die Zukunft gestalten, davon träumen viele. Damit es nicht bei den Träumen bleibt, hat das Friedrich-Abel-Gymnasium zwei Referentinnen des Programms COACHING4FUTURE für alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen zur Berufsberatung in MINT-Berufen eingeladen. Jasmin Friedrich hat einen Master in Molekular-und Zellbiologie der Universität in Heidelberg, Dr. Simone Bauer hat Integrated Life Science (eine Mischung aus Biologie, Mathematik und Physik) an der Universität Erlangen studiert und dann am Deutschen Krebszentrum in Heidelberg promoviert.

Beide erinnern sich noch genau, wie es war, als sie sich für einen Studiengang entscheiden mussten. Weil es ihnen wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler ihre Entscheidungen fundiert treffen können, engagieren sie sich für das Programm COACHING4FUTURE, das von der Baden-Württemberg Stiftung, der Südwestmetall und der Bundesagentur für Arbeit BW unterstützt wird.

Die beiden Forscherinnen haben interaktive Vorträge und einen Tisch voller Technik zum Anfassen mitgebracht.

Aber erst einmal durften die Schüler und Schülerinnen aus sechs Zukunftsmodellen zwei auswählen: Wie sieht die Zukunft wohl aus und welche Berufe dieser Zukunft gibt es in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Menschen helfen, Maschinen und Roboter, Lifestyle, Welt retten? Die Schüler entschieden sich mehrheitlich für die Bereiche Mobilität sowie Maschinen und Roboter.

 

Im Bereich der Mobilität zeigten die Schüler und Schülerinnen großes Interesse am autonomen Fahren. Die Referentinnen begannen mit einer Schätzfrage: Wie viele Daten stecken in einem autonom fahrenden Fahrzeug? 30 Terabyte! Wer sich für dieses Feld interessiert, wäre in Studiengängen wie Informatik, Materialwissenschaft oder Mikrotechnologie gut aufgehoben.

Mit dem Hyperloop, einem Zug, der sich in einer fast luftleeren Röhre fortbewegt, wird ein neues Hochgeschwindigkeitssystem entwickelt. Wer diese Entwicklung weiter vorantreiben möchte, könnte sich für Computer Science oder auch für Geotechnologie entscheiden, denn ein Zug wird ja in einer Landschaft verlegt.

Im Bereich Maschinen und Roboter wurde in Anlehnung an Daniel Wilsons Roman „Robocalypse“ über die vermeintlich drohenden Gefahren der KI (englisch: AI) gesprochen. Im Moment scheint die Angst, dass sich Roboter verselbstständigen, noch nicht berechtigt, weil etwa die Lernfähigkeit für Emotionen nicht gegeben ist. Aber alles hängt von den Daten ab.  In der Tat sind „Daten in unserer heutigen Gesellschaft und Wirtschaft ein sehr hohes Gut“, kommentierte eine der Referentinnen. Wenn man sich für Daten interessiert, ist das Studium Data Science zentral.  Es gibt aber auch Studiengänge in Teilbereichen, wie etwa Medizininformatik oder (in eher technischer Richtung) Mikrotechnologie. Auch ohne Studium kann man in diesem Feld tätig werden: So gibt es etwa die Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse.

FAG – Für alle gemeinsam

FAG - Für alle gemeinsam

FAG – Für alle gemeinsam

Unsere Bewerbung zur Weltethos-Schule

Über dem Treppenabgang zum Kiosk hängt es ganz groß an der Decke: das Leitbild des Friedrich-Abel-Gymnasiums. Während Schülerinnen und Schüler zusammen mit Lehrern und Lehrerinnen also für ein Brötchen anstehen oder sich das Mittagessen abholen, können sie lesen, welche Werte am FAG wichtig sind: Identifikation und Begeisterung, Umgang und Achtung, Werte und Haltung - das alles ist das FAG.
Als staatliches Gymnasium ist die Schule offen für Schülerinnen und Schüler aller Religionsgemeinschaften und weltanschaulichen Gruppen. Sie alle sollen sich in Toleranz begegnen, sich mit ihren Werten am FAG wiederfinden und wohlfühlen.
Das FAG hat nun beschlossen, sich bei der Stiftung Weltethos um eine Aufnahme unter die „Weltethos-Schulen“ zu bemühen. Für diese Bewerbung als Weltethos-Schule ist das FAG gehalten, genau hinzuschauen, ob und wie es diesem Anspruch gerecht wird.


Neben dem eigentlichen Unterricht gibt es außerunterrichtliche Veranstaltungen und Aktionen, die auf ein vertieftes Verständnis der Unterschiede, aber auch auf ein respektvolles Miteinander abzielen. Alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse nehmen drei Tage lang am Projekt „Interkulturelles Lernen“ teil. Sie besuchen eine Kirche, eine Moschee und eine Synagoge. Vor Ort können sie sich informieren, Fragen stellen und Berührungsängste abbauen. Am FAG münden diese Erfahrungen zum Beispiel in die Aktion „Respekt im Alltag“, bei der die Schule in regelmäßigen Abständen bestimmte Aspekte des Zusammenlebens betont. So gab es etwa zum Thema Höflichkeit am Lehrerzimmer ein Schild mit den einfachen Zauberworten „Bitte“ und „Danke“: Aus „Ist Herr X da?“ wurde dann „Könnten Sie bitte nach Herrn X schauen? – Danke.“
Viel über die eigenen Werte und die der anderen lernen die Schülerinnen und Schüler besonders auf Fahrten ins Ausland. In besonderer Erinnerung bleibt vielen FAGlern die Reise nach Łódź in Polen, wo sie gleichzeitig der polnischen Herzlichkeit, aber auch der finsteren deutschen Vergangenheit und Resten des Sozialismus begegnen. So einen Austausch trägt man immer in seinem Herzen. Natürlich begegnen Schülerinnen und Schüler auch bei den anderen Austauschprogrammen (in England, Frankreich und Italien) der Vergangenheit des jeweiligen Landes; sie erfahren, wie es ist, sich erst fremd zu fühlen, dann doch zurechtzukommen und schließlich eine zweite Familie gewonnen zu haben.
Fremd sein kann man auch in Vaihingen. Deshalb hat die Flüchtlings-AG des FAG in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl und der Stadt Vaihingen ein Konzept für das Projekt JuMb („Junge Menschen beieinander“) entwickelt. Die Wünsche aller am Projekt Beteiligten, der Geflüchteten und der Vaihinger Jugendlichen, wurden dabei gleichermaßen berücksichtigt: In einem Kunstprojekt und einem Film über Heimat oder durch interkulturelle Spiele und gemeinsames ehrenamtliches Engagement setzten die Teilnehmer sich immer wieder mit zentralen gemeinsamen Werten auseinander.

Auch die SMV will mit Aktionen an die gemeinsame Verantwortung für unsere Welt erinnern. So wurde gerade eine Pfandflaschenaktion am FAG ins Leben gerufen: In eigens dafür bereitgestellte Behälter werfen möglichst viele ihre Pfandflaschen, damit diese recycelt werden und der Erlös für einen wohltätigen Zweck gespendet wird.
Am stärksten aber ist die FAG-Gemeinschaft beim sogenannten FAG-TOTAL zu spüren. Vor Weihnachten und vor den Sommerferien treffen sich alle am Schulleben Beteiligten im Hof unter dem Sonnensegel. Der Schulleiter und die SMV sprechen über das vergangene Kalender- bzw. Schuljahr, Preise werden vergeben, die Schulhymne wird gesungen. Dann fühlen alle: „Wir sind das FAG“.

Das interreligiöse und interkulturelle Projekt „Weltethos“ hat in ihren Forschungen herausgefunden, dass alle Religionen gemeinsame Werte haben. Genau diese Werte nennen sie „Weltethos“. Vertreter aller Religionen, unter anderem auch der Dalai Lama, verabschiedeten beim Parlament der Weltreligionen 1993 die Erklärung zum Weltethos und einigten sich auf folgende gemeinsame Werte: Menschlichkeit, die Goldene Regel der Gegenseitigkeit („was Du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu“), Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Aus diesem Projekt entstand die Tübinger Stiftung Weltethos, die nun Schulen unterstützt, die sich für diese Werte einsetzen und mit neuen Projekten an deren Umsetzung weiterarbeiten möchte. Hierzu organisiert die Stiftung Fortbildungen bzw. Tagungen und unterstützt mit Einzelberatung.

Eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern am FAG hat im Schuljahr 2020/21 unter dem Motto „FAG – für alle gemeinsam“ eine Bewerbung zur Aufnahme als Weltethos-Schule vorbereitet. Alle Schulgremien unterstützen die Bewerbung. Das FAG verspricht sich davon eine Würdigung der bisherigen Arbeit und Anstoß für neue Projekte.
Wegen Corona hat sich der Zeitplan etwas verschoben. Nun wird im April eine Delegation der Stiftung Weltethos die Schule besuchen und dann über die Aufnahme befinden.
Weitere Informationen zur Bewerbung finden sich auf der Homepage.

Spielerische Fragen wecken Interesse für Informatik

Informatik-Biber 2021

Informatik-Biber-Wettbewerb am FAG zum 10. Mal!

Vaihingen Im November wurde am FAG zum 10. Mal fleißig „gebibert“: 545 der insgesamt 784 Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums haben vom 8. bis 19. November am Online-Wettbewerb „Informatik-Biber 2021“ teilgenommen und hervorragende Ergebnisse erzielt.

Beim „Informatik-Biber“ wird das Interesse für Informatik geweckt, ohne spezielle Vorkenntnisse besitzen zu müssen. Ein Konzept, das aufgeht: Spielerisch setzen sich Kinder und Jugendliche beim Online-Contest mit interessanten Fragen der Informatik auseinander. Die Fragen sind motivierend und kreativ: Welchen Weg muss die auf dem Bild dargestellte Schildkröte gehen, um ihren kompletten Garten abzugrasen, wenn sie jedes Feld nur einmal betreten darf? Welche Wassersperren muss der Müller schließen, damit er in Ruhe Räder in seine Wassermühlen einbauen kann? Der Informatik-Biber stellte die Teilnehmenden auch in diesem Jahr wieder vor knifflige Fragestellungen.

Der Informatik-Biber weckt nicht nur das Interesse am Fach, sondern ist für viele Schüler auch der erste Schritt in der Auseinandersetzung mit Informatik. Er ist allein mit logischem und strukturellem Denken zu bewältigen. Dieses digitale Denken wird immer wichtiger für eine aktive Beteiligung an der digitalen Gesellschaft. Als Breitenwettbewerb angelegt, ermöglicht der Biber zum einen die Teilnahme vieler Schülerinnen und Schüler, zum anderen können so Lehrkräfte, Eltern und auch die Kinder selbst Begabungen erkennen.

 „Wir sind stolz darauf, beim Thema Informatik zu den stark engagierten Schulen im Bundesgebiet zu zählen. Mit unserem Profilfach IMP (Informatik – Mathematik- Physik) ab Klasse 8 und dem Angebot des Faches Informatik in der Oberstufe bis zu einer möglichen Abiturprüfung können wir unseren Schülerinnen und Schülern das Fach Informatik durchgängig anbieten“, freut sich MINT-Verantwortliche Heike Dercks.

 

Am FAG konnten nun die Preise zusammen mit den Halbjahresinformationen ausgegeben werden: 29 Schülerinnen und Schüler erreichten einen 2. Preis – und ganz besonders stolz durften 20 Schülerinnen und Schüler auf ihren 1. Preis sein! Die Preisträger erhielten einen Stoffrucksack, einen Bleistift oder Kugelschreiber.

Das Bild zeigt die meisten Preisträgerinnen und Preisträger.