Zwei Kreativwochen des 15. Jahrgangs der Kulturakademie im Bereich MINT
In diesem Schuljahr konnte ich zusammen mit 19 anderen Schülerinnen und Schülern der (jetzigen) Klassenstufen 7–9 aus ganz Baden-Württemberg an der Kulturakademie der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg teilnehmen. Dabei durften wir in der letzten Sommerferienwoche sowie in den Faschingsferien zwei Kreativwochen im Bereich MINT erleben.
Nach meiner Nominierung musste ich eine „Talentprobe“ als Bewerbung einreichen. Hierfür standen drei verschiedene Aufgaben zur Auswahl. Ich entschied mich für die Herstellung einer natürlichen Tinte. Nach vielen Experimenten fand ich schließlich die für mich „perfekte“ Tinte – ausgekochte Rote Beete.
Die erste Kreativwoche begann Anfang September 2024 und fand größtenteils im Europa-Park in Rust statt. Dort wohnten wir im Camp Resort in Planwagen bzw. Blockhütten. Am ersten Tag ging es direkt in den Park – allerdings nicht für Achterbahnfahrten, sondern zum ersten Kennenlernen und zur Vorbereitung auf unser Projekt für die zweite Kreativwoche.
Abends wurde dann noch im Wald an einer Feuerstelle gekocht. Am zweiten Tag stand eine Exkursion nach Darmstadt zur ESA auf dem Programm. Dort besuchten wir das European Space Operations Centre (ESOC), bekamen eine Führung durch das Kontrollzentrum, lernten viel über Satelliten und die Sonde Rosetta. Anschließend erhielten wir einen spannenden Vortrag über den Asteroiden Apophis, der am 13. 04. 2029 in nur 31.750 km Entfernung an der Erde vorbeifliegen wird. Weiter ging es am Nachmittag zur Firma MERCK, die ebenfalls in Darmstadt ist und in den Bereichen Electronics, Life Science und Healthcare forscht. Hier wurde unter anderem eine der Grundlagen für den Corona-Schnelltest entwickelt. Im Curiosity Cube® erfuhren wir, wie wichtig Recycling ist und durften anschließend selbst experimentieren. Nach einem kurzen Vortrag über die Geschichte von MERCK und deren Forschungsbereiche ging es zurück nach Rust.
Mittwochs besuchten wir die Universität Freiburg, wo wir uns intensiv mit Quantenphysik und Verschlüsselung beschäftigten. Besonders spannend war der Versuch, selbst eine einfache Version der Quantenverschlüsselung durchzuführen. Anschließend durften wir noch Labore besuchen, in denen zur Quantenphysik geforscht wird.
Am Donnerstag ging es erneut nach Freiburg – diesmal jedoch ins StudiTZ (Studierenden- Trainings-Zentrum) für eine spannende Einheit zur Biologie. Hier konnten wir nicht nur die Theorie lernen, sondern auch viel praktisch arbeiten. Wir führten u.a. Ultraschalluntersuchungen durch und übten das Blutabnehmen an einem Gummi-Übungsarm. Natürlich durfte auch eine Wiederbelebungs-Simulation nicht fehlen!
Zum Abschluss der ersten Woche stand schließlich doch noch ein „richtiger“ Besuch im Europa-Park an – ein tolles Highlight!
Die zweite Kreativwoche begann direkt mit einem Höhepunkt: Einem Besuch des weltweit größten Forschungszentrums für Teilchenphysik – CERN, in der Nähe von Genf. Hier befinden sich mehrere große Teilchenbeschleuniger, darunter der berühmte Large Hadron Collider (LHC), mit einem Umfang von 27 km. Mit speziellen „Vorbeschleunigern“ werden die Teilchen hier auf 99,9998 Prozent der Lichtgeschwindigkeit gebracht!
Das Highlight unseres zweitägigen CERN-Besuchs war der Besuch des Experiments LHCb, das sich 153 m unter der Erde befindet. Hier wird untersucht, warum Materie und Antimaterie
nicht in gleichen Mengen existieren. Außerdem liefen wir durch den Gang, in dem das World Wide Web, also unser heutiges Internet, erfunden wurde.
Danach ging es zurück nach Freiburg in die Jugendherberge. Am Mittwoch besuchten wir das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), wo wir viel über den radiologischen Notfallschutz erfuhren. Auch hier durften wir ein Labor besichtigen, bevor es auf den Schauinsland zu verschiedenen Messstationen ging. Donnerstag und Freitag waren dann der Umsetzung unseres eigenen Projekts gewidmet. Ziel war es, in ein selbstgebautes Satellitenmodell verschiedene Messgeräte einzubauen und diese mit Arduinos (=Minicomputern) so zu programmieren, dass sie tatsächlich funktionieren. Am Samstag fand der feierliche Abschluss in der Carl-Benz-Arena in Stuttgart statt. Dort kamen alle Gruppen aus den Bereichen Kunst, Literatur, Musik und MINT zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse aus den zwei Wochen. Damit endeten zwei tolle Wochen voller spannender Erlebnisse, neuem Wissen und vor allem neuer Freundschaften.
Jetzt bleibt noch die Vorfreude auf das zweijährliche Alumni-Treffen, bei dem sich alle ehemaligen Teilnehmer wiedersehen!
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei allen Lehrkräften bedanken, die mir diese einzigartige Erfahrung ermöglicht haben. An alle Schülerinnen und Schüler: Wenn ihr die Chance habt – nutzt sie! Die Teilnahme an der Kulturakademie ist eine einmalige und vor allem großartige Erfahrung!
Ein Schulhund hat viele positive Wirkungen auf das Zusammenspiel der vielen verschiedenen Charaktere einer Klasse. Allein durch ihre Anwesenheit kann Emma körperliche Vorgänge wie beispielsweise die Senkung des Blutdrucks und eine allgemeine Muskelentspannung auslösen. In der Schule stehen allerdings hauptsächlich die sozialen Wirkungen im Vordergrund. So geht ein Hund komplett unvoreingenommen in die neue Situation und kann jedem Kind einen Anknüpfungspunkt bieten. Damit kommt es zu Aufhebung von Isolation, dem Erleben von Körperkontakt, der Vermittlung von Gesprächsstoff und insbesondere der Entwicklung von Empathie. Natürlich gibt es gewisse Regeln, die die Klasse einhalten muss, damit alles reibungslos funktioniert. Dafür wurden zunächst die „Emma�Regeln“ entworfen. Emma sollte beispielsweise nicht eingekreist werden – sie braucht stets die Möglichkeit, sich einfach zurückziehen zu können. Damit lernen Schüler Grenzen zu erfahren und auch zu setzen. Ein Schulhund kann auch eine positive Wirkung auf den emotionalen Gesundheitszustand der Beteiligten haben. So fördert Emmas Anwesenheit Selbstbewusstsein, bei unsicheren Schülerinnen und Schülern wird die Angst reduziert und sie lernen, auf Emma zuzugehen. Im Allgemeinen schreibt man dem Beisein eines Hundes eine antidepressive Wirkung zu.
Die Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums entwickelten als sogenannte primäre Mission des 11. Deutschen CanSat-Wettbewerbs einen Dosen-Satelliten, der nach strengen Richtlinien gefertigt und mit einer Rakete auf etwa ein Kilometer Höhe geschossen wurde. Während des Fluges übermittelte der Satellit Daten wie den Luftdruck und die Temperatur per Funkverbindung an die Bodenstation. Der Satellit wurde von dem Team AERO selbst entwickelt und hergestellt, beispielsweise wurden gefräste Aluminium-Teile entworfen, 3D-Druck-Bestandteile mit Karbon gefertigt und umfangreiche Technik im Bereich der Sensoren, Modulen und eigenentwickelter Software entwickelt. Da die Schüler auch die Finanzierung des Projektes gewährleisten mussten, erstellten sie eine Website (www.aero-cansat.de), waren auf Instagram vertreten (über 40.000 Aufrufe in der Wettbewerbszeit, über 4.500 erreichte Instagram-Konten), druckten Sticker, kümmerten sich um Sponsoren und gaben Podcast-Interviews.
Der Schulleiter des FAG, Herr Stephan Damp, war zufällig am Tag des Raketenstarts in der Nähe erlebte den Start des CanSats hautnah und sorgte mit seinem Besuch bei den Schülern für große Freude. Alle FAGler betonten, sie hätten besonders den Austausch mit den anderen Teams durch die gemeinsamen Interessen sehr genossen. Auch die Vorträge von branchenspezifischen Unternehmen im Bereich Raum- und Luftfahrt und die große Gemeinschaft – jeder half dem anderen bei kleineren Problemen – hätten die Schüler sehr genossen.
„Mich hat besonders das Lob bei der technischen Abnahme am Dienstag gefreut“, erzählt Imanuel Fehse, der neben der Teamleitung für die mechanische Struktur des Satelliten, seine Fertigung sowie die Tests und ihre Auswertung zuständig war, „und das war auch nicht übertrieben, denn wir haben die Wettbewerbsrichtlinien nahezu perfekt eingehalten. Der Start ist ohne elektrische Ausfälle gelungen und auch die Bergung des CanSats gelang ohne Schäden.“ Florian Kastner fügt hinzu: „Die harte Arbeit hat sich gelohnt, es waren doch ungefähr 10 Stunden pro Woche, die wir neben dem Unterricht in unser Projekt gesteckt haben.“
Unsere Jungenmannschaft erreichte einen dritten Platz, während die Mädchenmannschaften der Klassen 8 und aufwärts auf den Plätzen 20 bis 22 landeten. Die Ergebnisse der jüngeren Turnerinnen (Klassen 6 und 7) stehen noch aus, aber wir sind gespannt!
Sportlich standen für alle Boden, Sprung und Reck auf dem Programm, sowie Balken für die Mädchen und Barren für die Jungen. Mehrheitliches Lieblingsgerät der Mädchen war der Balken – auch wenn er manchmal eine echte Herausforderung darstellt. Zum Glück lief alles völlig reibungslos und verletzungsfrei ab.
Die diesjährige Konferenz stand unter dem Thema Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz). Für die Delegation des FAG war es besonders spannend, die Position der Malediven zu vertreten, da das Land nicht nur stark vom Tourismus abhängig ist, sondern auch mit den gravierenden Folgen des Klimawandels zu kämpfen hat. Steigende Meeresspiegel bedrohen die Existenz der Inselnation, weshalb nachhaltige Innovationen und der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen für die Malediven von zentraler Bedeutung sind. Vor diesem Hintergrund lag der Fokus der Delegation darauf, wie Künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um den Klimawandel zu bekämpfen und gleichzeitig wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.
Neben der inhaltlichen Arbeit war auch das Gemeinschaftsgefühl ein prägendes Element der Reise. Die Zusammenarbeit mit Delegationen von 150 bis 250 Personen pro Komitee und die professionelle Organisation durch erfahrene Chairs (Moderatoren) und Admins (Administratoren) machten THIMUN für die Delegation aus dem Friedrich-Abel-Gymnasium zu einer realitätsnahen Simulation internationaler Diplomatie. Besonders beeindruckend war für die FAG-Schüler die Erkenntnis, wie komplex internationale Politik wirklich ist. Es wurde schnell klar, dass globale Probleme keine einfachen Lösungen haben und dass jedes Land eigene Interessen verfolgt, die manchmal schwer mit denen anderer zu vereinbaren sind. Dennoch zeigte THIMUN, dass durch Verhandlungen und Kompromisse Fortschritte möglich sind.
Die FAG- Schülerinnen und Schüler zeigten sich äußerst interessiert und stellten viele Nachfragen. Kontakte wurden geknüpft zum Austausch zwischen dem Rennwagenteam und dem Schülerteam des Aero-Projektes. „Das war am heutigen Tag die interessierteste Schülergruppe.“, zeigten sich Leon und Luca begeistert, nachdem sie schon einen Besuch in Mühlacker und am Stromberg-Gymnasium hinter sich hatten. Das FAG wünscht den beiden viel Erfolg bei den anstehenden Wettbewerben in den Niederlanden, in Österreich und am Hockenheimring!







